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Zeit: 17.03.17 20:13

DJ MÄRKTE USA/Nach ziellosem Auf und Ab ein kleines Minus
NEW YORK (Dow Jones)--Nach einem wechselhaften Handelstag hat die Wall Street zum Wochenausklang mit kleinen Verlusten geschlossen. Das Auf und Ab am Markt ging auch auf das Konto des großen Verfalltags, an dem die investierten Teilnehmer um die Kurse ringen. Am Freitag verfielen Terminkontrakte auf Aktienindizes und einzelne Aktien sowie Optionen auf Indizes und Einzelwerte. "Der Markt ist in einer engen Handelsspanne", sagte Marktstratege Quincy Krosby von Prudential Financial, der von einem "ziemlich ruhigen" Geschäft sprach.

Gegen Mittag Ortszeit gab es einen kleinen Schub bei den Aktienkursen, nachdem das erste Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Bundeskanzlerin Angela Merkel halbwegs harmonisch verlaufen war. Im Gefolge erreichte der Nasdaq-Composite ein neues Allzeithoch. Weniger erfreulich für die Anleger an der Wall Street verlief bislang das G20-Treffen der Finanzminister in Baden-Baden, das den Graben zwischen Amerika und den übrigen Ländern in Handelsfragen nicht überbrücken konnte. Im späten Geschäft sanken die Indizes wieder auf rotes Terrain.
Der Dow-Jones-Index fiel um 0,1 Prozent auf 20.915 Punkte. Der S&P-500 verlor 0,1 Prozent und der Nasdaq-Composite schloss unverändert. Er hat im Verlauf ein neues Rekordhoch bei 5.912,61 Punkten erreicht. Der Umsatz zog am Verfalltag kräftig an auf 2,307 (Donnerstag: 0,804) Milliarden Aktien. Im Plus schlossen nach vorläufigen Angaben 1.799 (1.679) Titel, denen 1.230 (1.333) -verlierer gegenüberstanden. Unverändert gingen 88 (102) Titel aus dem Handel.
Der Aufwärtstrend an der Wall Street bleibt intakt. S&P-500 und die Nasdaq haben ihren jeweils siebten Wochengewinn in den vergangenen acht Wochen eingefahren. Der Dow-Jones-Index hat immerhin fünf Wochenaufschläge in sechs Wochen geschafft.


Gold beendet starke Woche mit kleinem Tagesgewinn

Die Konjunkturdaten fanden am Aktienmarkt wenig Beachtung, zumal sie auch noch uneinheitlich ausfielen. Während die Industrieproduktion für Februar die etwas optimistischere Marktschätzung verfehlte, kam das Verbrauchervertrauen stärker herein als erwartet. Die Frühindikatoren entsprachen den Prognosen.
Der Goldpreis legte nach dem zweitägigen Lauf auf ein Zweiwochenhoch noch etwas zu. Den Startschuss für die jüngste Rally hatte der weniger falkenhaft als befürchtet ausgefallene Zinsausblick der US-Notenbank geliefert. Nicht so schnell steigende Zinsen halten das zinslose Edelmetall attraktiv für Anleger. Die Feinunze stieg um weitere 0,2 Prozent auf 1.229 Dollar. Auf Wochensicht hat Gold über 2 Prozent zugelegt.
Am US-Rentenmarkt stiegen die Notierungen, die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fiel um 4 Basispunkte auf 2,50 Prozent. Teilnehmer machten hierfür auch neue Inflationserwartungen verantwortlich. Die Universität von Michigan hat die Prognose der Teuerung auf Sicht von fünf Jahren von 2,5 auf 2,2 Prozent gesenkt.

Euro kommt etwas zurück

Der Dollar neigte gegen den Euro zur Stärke. Die Gemeinschaftswährung fiel auf 1,0740 Dollar nach Wechselkursen über 1,0770 am Vorabend. Teilnehmer sahen darin vor allem eine Gegenbewegung. Am Vortag hatte die verstärkte Spekulation, wonach die EZB noch vor Ende der quantitativen Lockerungen die Zinsen anheben könnte, Euro Auftrieb verliehen. Ewald Nowotny, Chef der Österreichischen Nationalbank, hatte entsprechende Spekulationen am Vortag befeuert. Händler halten diese Möglichkeit aber für sehr unwahrscheinlich.
Der Ölmarkt präsentierte sich erneut wechselhaft und schwankte zwischen Gewinnen und Verlusten. US-Leichtöl der Sorte WTI stieg um 0,1 Prozent auf 48,78 Dollar. Damit bewegten sich die Preise weiterhin in der Nähe ihrer jüngsten Dreieinhalbmonatstiefs. Die globalen Lagerbestände liegen laut jüngsten Berichten des Erdölkartells Opec über ihrem Fünfjahresdurchschnitt. Allerdings hatte der saudische Energieminister Khalid al-Falih jüngst erst die Entschlossenheit der Opec unterstrichen, das Abkommen zur Förderbegrenzung zu verlängern. Nächster Termin sind die am Abend anstehenden Daten zu den aktiven US-Bohranlagen.

Adobe gesucht - Amgen unter Druck

Überraschend gute Geschäftszahlen gaben der Adobe-Aktie Auftrieb. Umsatz und Gewinn im ersten Geschäftsquartal haben die Erwartungen übertroffen. Die Titel zogen um 3,8 Prozent an. Am Vortag hatten sie bereits ein Rekordhoch markiert. AmTrust Financial Services brachen um 18,6 Prozent ein. Das Unternehmen hat mitgeteilt, dass seine Zahlenausweise seit dem Jahr 2014 korrigiert werden müssen. Einige Umsätze und Boni seien falsch verbucht worden.
Ein optimistischer Ausblick auf das erste Quartal verhalf Steel Dynamics zu einem Anstieg um 2,6 Prozent. Der Stahlhersteller erhöht überdies die Dividende um 11 Prozent. Tiffany sprangen um 2,7 Prozent nach oben, der Juwelier überzeugte mit Geschäftszahlen und Ausblick.
Die Amgen-Aktie verlor 6,5 Prozent. Daten des Biotech-Unternehmens hatten zwar ausgewiesen, dass der Cholesterinsenker Repatha die Risiken von Todesfällen, Herzattacken und Schlaganfällen um 20 Prozent vermindert. Doch Analysten gehen davon aus, dass diese Zahl nicht hoch genug ist, um den Widerstand von Seiten der Gesundheitspläne und der Kassenmanager gegen das teure Präparat auszuräumen.
Der Einzelhandelskonzern JC Penney wird 5.000 Stellen streichen und 138 Läden schließen. Die Branche leidet unter den Abwanderung der Kunden ins Internet. Die Aktie gab 2,8 Prozent nach.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 20.914,62 -0,10 -19,93 5,83
S&P-500 2.378,25 -0,13 -3,13 6,23
Nasdaq-Comp. 5.901,00 0,00 0,24 9,62
Nasdaq-100 5.408,76 -0,06 -3,32 11,21
US-Anleihen
Laufzeit Akt. Rendite Bp zu Vortag Rendite Vortag +/-Bp YTD
2 Jahre 1,32 -1,1 1,33 11,9
5 Jahre 2,02 -2,7 2,05 9,6
7 Jahre 2,30 -4,0 2,34 5,6
10 Jahre 2,50 -4,1 2,54 5,4
30 Jahre 3,11 -4,0 3,15 4,3
DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8.10 Uhr Do, 17.26 Uhr % YTD
EUR/USD 1,0735 -0,41% 1,0779 1,0736 +2,1%
EUR/JPY 120,9798 -0,96% 122,1579 121,37 -1,6%
EUR/CHF 1,0719 -0,20% 1,0740 1,0689 +0,1%
EUR/GBP 0,8662 -0,63% 0,8718 1,1515 +1,6%
USD/JPY 112,69 -0,56% 113,33 113,05 -3,6%
GBP/USD 1,2391 +0,25% 1,2360 1,2362 +0,4%
ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 48,75 48,75 0% 0,00 -12,1%
Brent/ICE 51,72 51,74 -0,0% -0,02 -10,8%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.228,80 1.226,54 +0,2% +2,26 +6,7%
Silber (Spot) 17,38 17,32 +0,3% +0,06 +9,1%
Platin (Spot) 964,30 958,65 +0,6% +5,65 +6,7%
Kupfer-Future 2,68 2,67 +0,4% +0,01 +6,9%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/raz
(END) Dow Jones Newswires
March 17, 2017 16:13 ET (20:13 GMT)
Copyright (c) 2017 Dow Jones & Company, Inc.



Wertpapiere zu dieser Nachricht

Name Börse Vortag Erster Hoch Tief Letzter Volumen Zeit %
Adobe Systems Inc. Frankfurt 122,93 123,93 124,07 123,77 123,77 7.811 10:53 +0,68
Amgen Inc. Xetra 136,60 136,00 137,40 135,60 137,30 176.475 17:29 +0,51
Amtrust Financial Services Frankfurt 10,70 10,47 10,47 10,47 10,47 08:01 -2,18
Dow Jones Indizes DJ 20.894,83 20.908,67 20.946,30 20.896,22 20.925,93 2.113.239.078.510 18:35 +0,15
J.C. Penney Company Frankfurt 4,106 4,126 4,126 4,126 4,126 15:37 +0,49
Nasdaq 100 Indizes NQ 5.699,40 5.714,94 5.716,55 5.692,34 5.697,47 18:12 -0,03
Nasdaq Composite Indizes NQ 6.133,62 6.149,55 6.150,91 6.121,79 6.133,93 18:12 +0,01
S&P 500 Indizes SP 2.394,02 2.397,04 2.400,85 2.393,88 2.398,51 18:12 +0,19
Steel Dynamics Inc. Frankfurt 30,27 29,91 29,91 29,91 29,91 08:53 -1,19
Tiffany & CO Frankfurt 83,00 82,86 82,86 82,86 82,86 08:01 -0,17

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