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DJ Air-Berlin-Gläubigerausschuss sieht für Niki keine Alternative zur Lufthansa

Zeit: 12.12.17 17:28

DJ Air-Berlin-Gläubigerausschuss sieht für Niki keine Alternative zur Lufthansa

FRANKFURT (Dow Jones)--Für den Ferienflieger Niki gibt es nach Aussage des Generalbevollmächtigten der insolventen Niki-Mutter Air Berlin keine Alternative zu einer Übernahme durch die Deutsche Lufthansa. Wie von den EU-Kartellwächtern gefordert, sei nach dem verabredeten Verkauf von Niki an Lufthansa noch einmal Kontakt zu weiteren möglichen Bietern aufgenommen worden, sagte Frank Kebekus im Anschluss an eine Sitzung des Gläubigerausschusses, der am Dienstag über den aktuellen Stand des Niki-Verkaufs informiert wurde.

Das Ergebnis sei jedoch eindeutig gewesen, so der Generalbevollmächtigte: "Die britische IAG hat uns schriftlich mitgeteilt, dass sie kein Kaufinteresse mehr an der Niki hat. Auch die erneuten Gespräche mit dem Bieterkonsortium um den Reiseveranstalter Thomas Cook haben bisher nicht ansatzweise zur Unterbreitung eines tragfähigen Alternativangebots geführt." Der Gläubigerausschuss, das höchste Entscheidungsgremium im Insolvenzverfahren, sei daher zu dem Schluss gekommen, dass die Lufthansa der einzige valide Kaufinteressent für Niki ist und bleibt.

Die Prüfung des Niki-Verkaufs durch die Europäische Kommission befinde sich mittlerweile in der entscheidenden Phase. "Wenn wir bis 21. Dezember von der Europäischen Kommission grünes Licht bekommen, können wir den Verkauf erfolgreich abschließen", so Kebekus. "Wenn dieser Zeitplan jedoch ins Rutschen kommt, muss Niki umgehend Insolvenz anmelden. Dies würde bedeuten, dass kurz vor Weihnachten 1.000 Mitarbeiter ihre Arbeit verlieren, zehntausende Passagiere stranden und hunderttausende Tickets ihre Gültigkeit verlieren."

Zudem würde mit einem Zusammenbruch von Niki weitere Kapazität aus dem Markt genommen und in Folge weniger statt mehr Wettbewerb herrschen. "Angesichts dieser Sachlage hoffen wir nun auf eine zügige und klare Entscheidung der Europäische Kommission", fügte Kebekus hinzu.

Um die Wettbewerbsbedenken der EU-Kommission zu zerstreuen, ist die Lufthansa zu Zugeständnissen bereit. Nach den Worten von Konzernchef Carsten Spohr würde die Lufthansa beim Kauf von Niki auf die meisten Start- und Landerechte verzichten.

Die Lufthansa will eigentlich 81 Air-Berlin-Maschinen nebst dazugehörigen Verkehrsrechten inklusive der Tochterfirmen Niki und LG Walter übernehmen. Allerdings sieht Brüssel vor allem die Übernahme von Niki als problematisch für den Wettbewerb an. Brüssel will bis zum 21. Dezember über das Vorhaben entscheiden. Möglich wäre auch die Einleitung einer vertieften Prüfung, die drei Monate dauern könnte.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/brb/mgo

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December 12, 2017 12:28 ET (17:28 GMT)

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