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Ad-hoc: 1&1 Drillisch AG: Erhebliche Preiserhöhung ab Juli 2020 für die Nutzung der Telefónica-Netzkapazität. EBITDA-Prognose 2020 vorsorglich auf ca. 600 Mio. EUR reduziert

1 & 1 Drillisch AG

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1&1 Drillisch AG: Erhebliche Preiserhöhung ab Juli 2020 für die Nutzung der Telefónica-Netzkapazität. EBITDA-Prognose 2020 vorsorglich auf ca. 600 Mio. EUR reduziert.

Maintal, 19. September 2020. Seit dem 1. Juli 2020 läuft die erste fünfjährige Verlängerungsphase des zwischen der Drillisch Online GmbH, einer hundertprozentigen Konzerntochter der 1&1 Drillisch AG, und der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG (?Telefónica") bestehenden MBA MVNO-Vertrags. Der MBA MVNO-Vertrag dient der Umsetzung der Selbstverpflichtungen von Telefónica unter der Freigabeentscheidung der EU-Kommission zum Zusammenschluss mit E-Plus. Die Parteien führen parallel zu den seit längerer Zeit laufenden Verhandlungen über den Abschluss einer National Roaming Vereinbarung auch Verhandlungen über die unter dem MBA MVNO-Vertrag ab Juli 2020 geltenden Preise. Trotz der laufenden Verhandlungen hat Telefónica gestern 1&1 Drillisch MBA MVNO-Rechnungen für Juli und August 2020 mit aus Sicht von Telefónica anwendbaren Vorleistungspreisen übermittelt, ohne diese unter den Vorbehalt einer Einigung im Rahmen der Verhandlungen zu stellen.

Während die Telefonie- und Datenpreise pro GByte in den letzten 5 Jahren aufgrund der Vereinbarungen des MBA MVNO-Vertrags stets gesunken sind, geht Telefónica nunmehr ab Juli 2020 und für die kommenden Jahre von gleichbleibend hohen Telefoniepreisen pro Minute und Datenpreisen pro GByte aus. Sie sollen den Durchschnittspreisen im Zeitraum 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2020 entsprechen und zukünftig nicht mehr sinken. Außerdem soll es bestimmte, bislang kostenlose Kapazitäten für Telefonie und SMS nicht mehr geben. Die so ab Juli 2020 gegenüber den Vormonaten einsetzende Preiserhöhung und der zukünftige Wegfall der jährlichen Preisdegression führen insbesondere aufgrund des weiterhin erwarteten erheblichen jährlichen Datenwachstums zu jährlich stark steigenden Mehrkosten. 1&1 Drillisch reduziert daher vorsorglich seine EBITDA-Prognose für 2020 und erwartet nunmehr anstatt ungefähr 683,5 Mio. EUR (dem EBITDA des Vorjahres) ein EBITDA von ca. 600 Mio. EUR in diesem Jahr. Außerdem wird es auch in den Folgejahren zu hohen Ergebnisrückgängen kommen, sollten die von Telefónica geforderten Preise dauerhaft anwendbar sein.

Diese Prognose ist mit Unsicherheiten behaftet, da eine genaue Einschätzung von Dauer und weiterer Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie derzeit nicht möglich ist und das Ergebnis der laufenden Verhandlungen nicht absehbar ist.

Der Ausgang der laufenden Verhandlungen hat auch Auswirkungen auf den von 1&1 Drillisch geplanten Aufbau eines leistungsfähigen 5G-Netzes. Denn für einen mehrjährigen Übergangszeitraum wird dafür National Roaming benötigt. Für die National Roaming Vereinbarung, die auf Basis der Telefónica-Selbstverpflichtungen unter der EU-Freigabeentscheidung zum Zusammenschluss mit E-Plus seit fast zwei Jahren zwischen Telefónica und 1&1 Drillisch verhandelt wird, gelten grundsätzlich die Preise des MBA MVNO-Vertrags. Ob und zu welchen Konditionen eine Einigung gelingt, ist jedoch nicht absehbar.

1&1 Drillisch hält die von Telefónica ab 1. Juli 2020 geforderten Vorleistungspreise für nicht in Übereinstimmung mit den Selbstverpflichtungen von Telefónica unter der Freigabeentscheidung der EU-Kommission zum Zusammenschluss mit E-Plus sowie dem MBA MVNO-Vertrag. Darin wurden aus Sicht von 1&1 Drillisch für die beiden je fünfjährigen Verlängerungszeiträume ab 1. Juli 2020 lediglich Regelungen zur Ermittlung maximaler Preise pro Bitstream Komponente getroffen. Die im Rahmen dieser Maximalvorgaben zu ermittelnden Preise je Einheit (per GByte, Sprachminute und SMS) müssen sich außerdem an den Marktgegebenheiten orientieren und weiterhin jährlich sinken, um das Angebot marktgerechter Mobilfunktarife zu ermöglichen.

1&1 Drillisch wird die zur Wahrung ihrer Rechte (einschließlich etwaiger Schadenersatzforderungen) erforderlichen Maßnahmen ergreifen. 1&1 Drillisch steht dazu im Austausch mit der EU-Kommission. Zudem sind die Preise Gegenstand laufender, von 1&1 Drillisch initiierter Preisüberprüfungsverfahren. Telefónica blockiert die Bestellung eines Schiedsgutachters für die beiden im Januar bzw. Juli 2020 (Price Review 5 bzw. 6) eingeleiteten Verfahren. 1&1 Drillisch hat für die Gutachterbestellung im Price Review 5 Verfahren bereits Schiedsklage eingereicht und bereitet für das Price Review 6 Verfahren die erforderlichen Schritte vor.

Maintal, 19. September 2020

1&1 Drillisch Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Ansprechpartner

Oliver Keil

Head of Investor Relations

Mail: ir@1und1-drillisch.de

Hinweis:

Im Sinne einer klaren und transparenten Darstellung werden in den Jahres- und Zwischenabschlüssen der 1&1 Drillisch AG sowie in Ad-hoc-Mitteilung nach Art. 17 MAR - neben den nach International Financial Reporting Standards (IFRS) geforderten Angaben - weitere finanzielle Kennzahlen wie z. B. EBITDA, EBITDA-Marge, EBIT, EBIT-Marge oder Free Cashflow angegeben. Informationen zur Verwendung, Definition und Berechnung dieser Kennzahlen finden sich im Geschäftsbericht 2019 der 1&1 Drillisch AG auf der Seite 37 zur Verfügung.

Disclaimer: Diese Meldung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf derzeitigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der 1&1 Drillisch AG beruhen. Bekannte und unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächliche Entwicklung, insbesondere die Ergebnisse, die Finanzlage und die Geschäfte unserer Gesellschaft, wesentlich von den hier gemachten zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren oder sie an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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Oliver Keil

Head of Investor Relations

Mail: ir@1und1-drillisch.de


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📆 22.10. Nach monatelanger Verzögerung aufgrund von Datenschutzbedenken, geht nun auch in Europa die Dating-Funktion von Facebook an de Start. Laut dem Betreiber des gleichnamigen sozialen Netzwerks müssten nun alle Bedenken ausgeräumt sein. Auf der Dating-Plattform können Nutzer über 18 Jahre ein weiteres Profil anlegen und sich anhand dieser Daten mögliche Partner vorschlagen lassen.
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📆 22.10. Hypoport hat Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Die Erlöse konnten laut dem Finanzdienstleister um 5 Prozent auf 95 Mio. Euro gesteigert werden. Das operative Ergebnis gab hingegen um knapp 20 Prozent auf 7 Mio. Euro nach.
📆 22.10. Conti meldet ungeachtet der leichten Erholung in der Automobilbranche für das dritte Quartal einen milliardenschweren Verlust. Der Umsatz gab mit 10,3 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahresquartal zwar um 7,2 Prozent nach. Im Verglich zum zweiten Quartal des laufenden Jahres, wo der Umsatz coronabedingt um mehr als 40 Prozent einbrach, darf der Anleger dies schon als Erholung ansehen. Unter dem Strich ist es jedoch tiefrot. Ein Minus von 1,3 Mrd. Euro mussten die Hannoveraner als Verlust in ihre Bücher schreiben. Hier schlugen sich u.a. die Umbaukosten für das Sparprogramm und Wertminderungen aufgrund eines absehbar schwachen Geschäfts in den kommenden fünf Jahre nieder.
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