17:19 New York (Handel von 09:30 - 16:00) 22:19 London (08:00 - 16:30) 23:19 Frankfurt (09:00 - 20:00) 06:19 Tokyo (09:00 - 11:00 | 12:30 - 15:00)

Ad-hoc: HBM Healthcare Investments Quartalsbericht Dezember 2021

Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung gemäss Art. 53 KR

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

HBM Healthcare Investments erzielte im Berichtsquartal per 31. Dezember 2021 einen Nettogewinn von CHF 4 Millionen. Für die ersten neun Monate des Geschäftsjahrs 2021/2022 ergibt sich ein Gewinn von CHF 275 Millionen. Obwohl der Aktienmarkt im Biotech-Sektor insgesamt rückläufig war, wiesen verschiedene Portfoliounternehmen operative Erfolge vor, die sich in höheren Bewertungen niederschlugen. Mit flüssigen Mitteln in Höhe von CHF 226 Millionen ist HBM Healthcare für eine Marktabschwächung gut aufgestellt und kann bei tiefen Bewertungen von Kaufgelegenheiten profitieren. Acht neue Investitionen in private Unternehmen ergänzen das Portfolio.

HBM Healthcare Investments schloss das dritte Quartal des Geschäftsjahrs 2021/2022 per Ende Dezember 2021 in einem zumindest im Biotech-Sektor rückläufigen Aktienmarkt mit einem kleinen Nettogewinn von CHF 4 Millionen ab. Der innere Wert je Aktie (NAV) stieg in dieser Periode um 0.2 Prozent, während der Aktienkurs um 0.3 Prozent nachgab.

Für die ersten neun Monate des Geschäftsjahrs resultiert damit ein Gewinn von CHF 275 Millionen bei einem Anstieg des NAV von 12.8 Prozent.

Operative Erfolge als Grundlage für hohe Bewertungen

Die beiden privaten Unternehmen Swixx BioPharma und ConnectRN schlossen im Berichtsquartal Finanzierungsrunden mit neuen Investoren ab. Vor dem Hintergrund der sehr erfolgreichen operativen Entwicklung der Unternehmen führten diese zu einer Höherbewertung der beiden Beteiligungen von insgesamt CHF 72 Millionen.

Swixx BioPharma gab die Unterzeichnung einer Vereinbarung für den exklusiven Vertrieb der verschreibungspflichtigen Medikamente von Sanofi in Osteuropa bekannt. Das Unternehmen erwartet dadurch 2022 eine Verdoppelung des Umsatzes auf mehr als EUR 600 Millionen und wird sein Team auf rund 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufstocken.

ConnectRN, die digitale Vermittlungsplattform für Pflegepersonal in den USA, steigerte 2021 den Umsatz organisch um mehr als 240 Prozent und erwartet weiteres Wachstum im laufenden Jahr.

Weiter wird BioShin, ein chinesisches Tochterunternehmen der börsenkotierten Biohaven Pharmaceuticals, im Zuge der angekündigten strategischen Partnerschaft von Biohaven mit Pfizer vollumfänglich durch Biohaven übernommen. HBM Healthcare Investments wird bei Vollzug der Transaktion für ihre Beteiligung an BioShin in Höhe von USD 8 Millionen Aktien von Biohaven im Gegenwert von rund USD 23 Millionen erhalten.

Valo Health vermeldete, dass die im Juni unterzeichnete Fusionsvereinbarung mit Khosla Ventures Acquisition Co. im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst wurde. Dementsprechend wurde der Wert der Beteiligung wieder auf den ursprünglichen Einstandswert reduziert.

Cathay Biotech widersetzt sich rückläufigem Aktienmarkt

Bei den börsenkotierten, ehemals privaten Unternehmen stach insbesondere die erfreuliche Kursentwicklung der chinesischen Cathay Biotech hervor. Die Marktkapitalisierung dieses in der synthetischen Biologie führenden Unternehmens stieg im Berichtsquartal um knapp einen Fünftel auf über CHF 11 Milliarden und kompensierte dadurch den erheblichen marktbedingten Kursrückgang der übrigen aus dem Portfolio der privaten Unternehmen stammenden börsenkotierten Beteiligungen.

Ein ausführlicher Analystenbericht beleuchtete das Potenzial der Technologie von Cathay Biotech, für die Herstellung ihrer Produkte künftig auf die erneuerbare Ressource Stroh statt wie bisher Maisstärke zurückzugreifen. Cathay will so Engpässe bei der Rohstoffbeschaffung für die wachsende Biomasseindustrie vermeiden. Nach Schätzungen der OECD werden bis 2030 mindestens 20 Prozent der weltweiten chemischen Produkte durch Biomasseprodukte abgelöst, was einem Marktvolumen von USD 800 Milliarden entspricht. Die synthetische Biologie spielt dabei eine zentrale Rolle.

Mit einem Anteil von 27 Prozent ist Cathay Biotech die mit Abstand grösste Beteiligung im Portfolio von HBM Healthcare. Da die Aktien während der nächsten 20 Monate weiterhin einer Sperrfrist unterliegen, werden sie mit einem Abschlag zum Börsenkurs von aktuell 9.75 Prozent bewertet. Dies entspricht einem Betrag von CHF 76 Millionen. Dieser prozentuale Lock-up-Diskont wird über die verbleibende Laufzeit der Sperrfrist linear reduziert.

Bei den übrigen börsenkotierten Unternehmen erhielten Argenx und ChemoCentryx von der FDA je eine Marktzulassung: Argenx für VYVGARTTM zur Behandlung der chronischen neuromuskulären Autoimmunerkrankung Myasthenia Gravis, die durch Schwäche und rasche Ermüdbarkeit der Skelettmuskulatur gekennzeichnet ist, und ChemoCentryx für TAVNEOSTM zur Behandlung von ANCA-assoziierter Vaskulitis, einer entzündlichen Erkrankung der Blutgefässe. Zudem resultierte ein Wertzuwachs aus der Übernahme von Dicerna durch Novo Nordisk.

Acht Neuinvestitionen in private Unternehmen

Im Berichtsquartal wurden in acht privaten Unternehmen Neuinvestitionen in Höhe von insgesamt CHF 52 Millionen getätigt. Weitere CHF 18 Millionen wurden in bestehende Unternehmen investiert.

Bei den Neuinvestitionen erhielt das US-Unternehmen Upstream Bio eine Investitionszusage über USD 20 Millionen, wovon eine erste Tranche von USD 11 Millionen einbezahlt wurde. Upstream entwickelt eine Antikörper-Therapie zur Behandlung von schwerem Asthma.

Zudem erhielten Acrivon Therapeutics, USA, USD 8 Millionen (personalisierte Onkologie), Mahzi Therapeutics, USA, USD 8 Millionen, wovon USD 4 Millionen einbezahlt (Gentherapie zur Behandlung von seltenen Erkrankungen), Ignis Therapeutics, China, USD 7 Millionen, davon USD 4.2 Millionen einbezahlt (Entwicklung von einlizenzierten Therapien zur Behandlung von Erkrankungen des zentrales Nervensystems in China), Aculys Pharma, Japan, USD 5 Millionen (Entwicklung von Pitolisant zur Behandlung von Narkolepsie für den japanischen Markt) und 1000Farmacie, Italien, EUR 4 Millionen (Onlineapotheke in Italien) sowie die beiden US-amerikanischen Unternehmen Freenome Holdings (Bluttest zur Früherkennung von Krebserkrankungen) und Antiva Biosciences (topische Therapien zur Behandlung von durch HPV verursachten präkanzerösen Läsionen) je USD 3 Millionen, wovon bei Antiva USD 1.5 Millionen einbezahlt.

Ausblick

Die Aktienmärkte im Biotech-Sektor tendierten an den ersten Handelstagen im neuen Jahr weiter stark nach unten. Die diese Woche angekündigte Übernahme des Portfoliounternehmens Zogenix durch UCB gibt nebst einem Mittelzufluss auch etwas Zuversicht. Mit einem hohen Bestand an flüssigen Mitteln von CHF 226 Millionen ist HBM Healthcare Investments für diese Marktphase gut aufgestellt. Es besteht keine Notwendigkeit, Beteiligungen zu unattraktiven Preisen zu veräussern. Operativ entwickeln sich die meisten Portfoliounternehmen wie erwartet gut.

Aufgrund des prozentual hohen Anteils im Portfolio wird die Aktienkursentwicklung von Cathay Biotech weiterhin einen massgeblichen Einfluss auf das Ergebnis von HBM Healthcare Investments haben. Cathay ist profitabel, operativ sehr erfolgreich und setzt seine langfristigen Wachstumspläne kontinuierlich um.

Im Portfolio der privaten Unternehmen stehen verschiedene Unternehmen vor dem Abschluss von Finanzierungsrunden, welche sich positiv auf den Buchwert der entsprechenden Beteiligungen auswirken dürften.

Das Portfolio bleibt somit in seiner Zusammensetzung mit privaten und börsenkotierten Unternehmen gut austariert und attraktiv.

Kontakt

Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an Dr. Andreas Wicki, +41 41 710 75 77, andreas.wicki@hbmhealthcare.com.

Ende der Ad-hoc-Mitteilung

Sprache: Deutsch

Unternehmen: HBM Healthcare Investments AG

Bundesplatz 1

6300 Zug

Schweiz

Telefon: +41438887171

Fax: +41438887172

E-Mail: info@hbmhealthcare.com

Internet: https://www.hbmhealthcare.com

ISIN: CH0012627250

Valorennummer: 1262725

Börsen: SIX Swiss Exchange

Ende der Mitteilung


mehr Marktberichte

⏲ 09:17 Der Euro Stoxx 50 verzeichnet am Freitag im frühen Handel Gewinne. Die Leitzinssenkung in China stützt. China hat den Leitzins für die Kreditvergabe stärker als erwartet um 15 Basispunkte gesenkt. Mit dieser Maßnahme wird versucht, die Konjunkturabschwächung abzufedern. Weitere Inflationsdaten aus Deutschland dürften jedoch die Stimmung dämpfen. Die deutschen Erzeugerpreise sind im April um 2,8 Prozent angestiegen. Gegenüber dem Vorjahr ergibt sich damit ein Plus von 33,5 Prozent, der höchste Wert seit 1949. Die Energiepreise lagen im April durchschnittlich bei 87,3 Prozent. Gegenüber dem Vormonat ein Plus von 2,5 Prozent.
⏲ 09:02 Der Dax präsentiert sich am Freitag im frühen Handel freundlich. Die Leitzinssenkung in China stützt. China hat den Leitzins für die Kreditvergabe stärker als erwartet um 15 Basispunkte gesenkt. Mit dieser Maßnahme wird versucht, die Konjunkturabschwächung abzufedern. Weitere Inflationsdaten aus Deutschland dürften jedoch die Stimmung dämpfen. Die deutschen Erzeugerpreise sind im April um 2,8 Prozent angestiegen. Gegenüber dem Vorjahr ergibt sich damit ein Plus von 33,5 Prozent, der höchste Wert seit 1949. Die Energiepreise lagen im April durchschnittlich bei 87,3 Prozent. Gegenüber dem Vormonat ein Plus von 2,5 Prozent.
⏲ 08:24 Mit einem deutlichen Plus hat sich der Nikkei 225 am Freitag ins Wochenende verabschiedet. Grund für die gute Stimmung war die starke Leitzinssenkung in China. China hat den Leitzins für die Kreditvergabe stärker als erwartet um 15 Basispunkte gesenkt. Mit dieser Maßnahme wird versucht, die Konjunkturabschwächung abzufedern. Der japanische Leitindex legte um 1,27 Prozent auf 26.739,03 Punkte zu.
📆 19.05. Nochmals deutlich bergab ging es für den Dax am Donnerstag. Der kürzliche Ausbruch aus dem Trendkanal nach oben entpuppte sich als Fehlsignal, es geht nun wieder recht zügig weiter abwärts. Das Vertrauen vieler Anleger in die aktuelle Geldpolitik der US-Notenbank Fed schwindet, womit unter anderem die Verluste zu erklären sind. Der US-Aktienmarkt verlor am Vortag dramatisch. Die Investoren glauben Analysten zufolge nicht, dass es der Fed gelingt, die Inflation geldpolitisch zu bekämpfen, ohne den Konjunkturmotor abzuwürgen. Der deutsche Leitindex gab um 0,90 Prozent auf 13.882,30 Punkte nach.
📆 19.05. In tiefroten Gefilden verabschiedete sich der japanische Leitindex am Donnerstag in den Feierabend. Er verlor 1,89 Prozent auf 26.502,84 Punkte. Die Anleger in Tokio ließen sich mitziehen vom Ausverkauf an den US-Börsen vom Vortag, der durch Rezessionsängste befeuert wurde.
📆 19.05. Im frühen Handel am Donnerstag haben europäische Börsenplätze bereits mit hohen Kursabschlägen zu kämpfen. De Euro Stoxx 50 büßt bereits in den ersten 25 Handelsminuten 1,91 Prozent au 3.620,12 Punkte ein. Die Anleger lassen sich mitziehen von dem Ausverkauf an den US-Börsen vom Vortag. Dort trieben Rezessionssorgen die Kurse abwärts. Diesem Kurs schloss sich auch die Börse Tokio an. Heute Nachmittag stehen noch Daten zum Verarbeitenden Gewerbe und den Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung in den USA an. Sollte sich dort die Stimmung ebenfalls eingetrübt haben bzw. mehr Anträge als prognostiziert eingereicht werden, dürfte die Verunsicherung unter den Anlegern weiter ansteigen, heißt es von Marktbeobachtern.
📆 19.05. In tiefrot zeigt sich der DAX am Donnerstagmorgen. Eine Viertelstunde nach Börsenbeginn weist er bereits einen Abschlag von 1,45 Prozent auf 13.804,58 Punkte aus. Die Anleger lassen sich mitziehen von dem Ausverkauf an den US-Börsen am Vortag. Dort trieben Rezessionssorgen die Kurse abwärts. Diesem Kurs schloss sich auch die Börse Tokio an. Heute Nachmittag stehen noch Daten zum Verarbeitenden Gewerbe und den Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung in den USA an. Sollte sich dort die Stimmung ebenfalls eingetrübt haben bzw. mehr Anträge als prognostiziert eingereicht werden, dürfte die Verunsicherung unter den Anlegern weiter ansteigen, heißt es von Marktbeobachtern.

mehr Kurzmeldungen

⏲ 08:59 Richemont hat im Geschäftsjahr 2021/22 einen Umsatzrekord erzielt. Der Gewinn des Luxusgüterkonzerns legte um 61 Prozent auf 2,08 Milliarden Euro zu. Analysten hatten allerdings mit mehr gerechnet. Der Umsatz stieg um 46 Prozent auf 19,2 Milliarden Euro - Rekord!
⏲ 08:56 Applied Materials hat mit seiner Umsatzprognose die Anleger enttäuscht. Der Chip-Zulieferer erwartet für das laufende dritte Geschäftsquartal einen Umsatz von 6,25 Milliarden US-Dollar, plus oder minus 400 Millionen US-Dollar. Konzernboss Gary Dickerson begründet die enttäuschende Prognose mit dem Corona-Lockdown in China und den daraus resultierenden Problemen in der Lieferkette.
⏲ 08:44 Martina Merz, Vorstandsvorsitzende von thyssenkrupp, soll den Stahl- und Industriekonzern weitere fünf Jahre leiten. Der Aufsichtsrat hat die Verlängerung des bestehenden Vertrages für den Zeitraum April 2023 bis Ende März 2028 geschlossen. Die gelernte Maschinenbauingenieurin leiten thyssenkrupp seit Oktober 2019.
📆 19.05. Cisco senkt sein Jahresziel für 2021/22. Der US-Netzwerkausrüster geht aktuell von einem Umsatzzuwachs von 2 bis 3 Prozent aus. Zuvor lag die Erwartung noch zwischen 5,5 bis 6,5 Prozent. Der Konzern verweist auf Lieferkettenprobleme und den Ukraine-Krieg. Im Ende April abgeschlossenen dritten Quartal bewegte sich der Umsatz mit 12,8 Mrd. US-Dollar so gut wie gar nicht. Geringe Kosten sorgten zumindest unter dem Strich für ein Plus von 6 Prozent auf 3 Mrd. US-Dollar. Nachdem die Aktie in den USA gestern nachbörslich knapp 13 Prozent verlor, geht es nun auch an deutschen Börsenplätzen stark abwärts. Im Xetra-Handel büßt sie bis 9:11 h 14,07 Prozent ein.
📆 18.05. Nach 2021 mit drei Titeln, emittiert RWE eine weitere grüne Anleihe im Gegenwert von 2 Mrd. Euro. Wie der Essener Energieversorger berichtet, wird die Anleihe in zwei Tranchen á 1 Mrd. Euro begeben. Auslaufen sollen sie 2026 bzw. 2030. Zur Fälligkeit sollen 2,2 bzw. 2,9 Prozent Rendite gezahlt werden.
📆 18.05. TUI zahlt einen der beiden vom Staat in Anspruch genommen Corona-Hilfsfonds WSF in Höhe von 671. Mio. aus. Dafür hat der Hannoveraner Reisekonzern frisches Kapital im Höhe von 425 Mio. Euro gesichert, welches noch um verfügbare Barmittel ergänzt werden. TUI hatte in der Corona-Krise vom Staat Finanzhilfen in Gesamthöhe von 4,3 Mrd. Euro erhalten.
📆 18.05. Netflix will sich von Mitarbeitern trennen. Der US-Videostreamingdienst hat angekündigt, sich von rund 2 Prozent bzw. 150 seiner Angestellten trennen zu wollen. Davon betroffen währen hauptsächlich Angestellte in den USA. Der in Los Gatos sitzende Konzern musste im letzten Quartal das erste Mal seit einer Dekade einen Schwund bei seinen Abonnentenzahlen hinnehmen. Dies führt das Unternehmen wiederum u.a. auf den deutlich angezogenen Wettbewerb und der Inflationsentwicklung zurück.
Ihre Meinung ist uns wichtig!