Schott Pharma: Steht der Turnaround bevor?

Das Mainzer Unternehmen Schott Pharma ist ein auf pharmazeutische Verpackungslösungen spezialisierter Zulieferer der Pharmaindustrie. Das 2023 vom Mutterkonzern Schott AG abgespaltene und börsennotierte Unternehmen produziert hochwertige Glasfläschchen, Karpulen, Injektionssysteme und Spezialverpackungen für Biotech- und Pharmakunden weltweit. Nach einem Börsenstart bei 27 Euro durchlief die Aktie eine schmerzhafte Talfahrt bis auf rund 13 Euro.
Charttechnisch war die Lage lange Zeit düster: Im September 2025 generierte der Wert ein klassisches Todeskreuz, als die 50-Tage-Linie die 200-Tage-Linie von oben nach unten durchbrach – ein klares Warnsignal. Auch der Momentum-Indikator Relative Stärke nach Levy (RSL, 130 Tage) notierte monatelang unter der kritischen Marke von 1,0. Nun aber dreht sich das Bild: Der RSL-Wert klettert wieder über 1, und die Aktie hat die 50-Tage-Linie nach oben durchbrochen. Der nächste wichtige Widerstand ist die 200-Tage-Linie.
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Fundamental gibt es tatsächlich Rückenwind: Das Unternehmen startete überraschend schwungvoll ins Geschäftsjahr 2025/26 und übertraf die Erwartungen von Umsatz und Ertrag deutlich. Der Anteil margenstarker „High-Value-Lösungen“ stieg auf rund 57 Prozent des Umsatzes. Zudem profitiert der energieintensive Glashersteller von gesunkenen Industriestrompreisen. Mit dem neuen CEO Christian Mias, der am 1. Mai 2026 übernahm, blickt das Management optimistisch nach vorne – mittelfristig wird für 2027 bis 2029 ein jährliches Umsatzwachstum von sechs bis acht Prozent angepeilt.
Dennoch bleibt Vorsicht geboten: Die Deutsche Bank hält die Aktie auf „Hold“ mit einem Kursziel von 16 Euro. Der charttechnische Turnaround ist eingeleitet – bestätigt ist er erst, wenn auch die 200-Tage-Linie überwunden wird.