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Carl Zeiss Meditec: Fällt das Messer noch – oder liegt es schon?

Du willst stärker an Kursbewegungen verdienen, als es die Aktie allein hergibt? Dann bist du vielleicht schon über Faktorzertifikate gestolpert – Hebelprodukte, mit Nach einem harten Jahr für die Aktionäre von Carl Zeiss Meditec (ISIN: DE0005313704) mehren sich die charttechnischen Hoffnungszeichen. Im Juli 2025 bildeten 50- und 200-Tage-Linie ein Todeskreuz – der Auftakt zu einer ausgedehnten Abwärtsbewegung. Nach einer Seitwärtsphase folgte im Januar 2026 eine erneute dynamische Talfahrt bis auf das 52-Wochen-Tief von 22,17 EUR am 23. März 2026.

Seit April bewegt sich der Kurs seitwärts, seit Juni zeigt sich eine leichte Aufwärtstendenz. Entscheidend: Die 50-Tage-Linie wurde nach oben durchbrochen, und der Relative Stärke-Indikator nach Levy signalisiert seit einigen Tagen wieder positives Momentum. Ein erstes technisches Signal, dass der Verkaufsdruck nachlässt.

Fundamental: Turnaround-Fantasie

Die operative Lage bleibt herausfordernd. Im ersten Halbjahr 2025/26 sank der Umsatz auf 991,0 Mio. Euro (−5,7 Prozent), die bereinigte EBITA-Marge fiel auf 6,1 Prozent. Belastend wirken die schwache Nachfrage in den USA und China sowie der drohende Preisverfall im IOL-Geschäft nach der chinesischen VBP-Ausschreibung.
Doch das Management steuert gegen: Ein umfassendes Maßnahmenpaket soll bis zum Geschäftsjahr 2028/29 Ergebnisverbesserungen von über 200 Mio. Euro pro Jahr bringen. Die Kombination aus Kostendisziplin, einem historisch niedrigen Bewertungsniveau und einem mittleren Analysten-Kursziel von 32,09 Euro nährt die Turnaround-Fantasie.

Fazit: Charttechnik und Fundamentaldaten senden erste positive Signale. Ob daraus eine nachhaltige Trendwende wird, hängt vom Erfolg des Sparprogramms ab

Dies ist keine Anlageberatung. Investitionen in Wertpapiere sind mit Risiken verbunden.