EasyJet: Übernahmefantasie treibt – aber Vorsicht!

Du suchst nach einer Aktie mit Schub? EasyJet liefert den aktuell – allerdings auf wackeligem Fundament. Von Juni 2025 bis Februar 2026 dümpelte der Billigflieger seitwärts, danach ging’s bergab. Bei rund 4,00 Euro bildete sich ein Boden, von dem aus eine dynamische Aufwärtsbewegung startete.
Charttechnisch sah’s zwischenzeitlich düster aus: Im August 2025 durchbrach die 50-Tage-Linie ihr 200-Tage-Pendant nach unten – das Todeskreuz. Der gefürchtete Abwärtsdruck blieb aber aus. Inzwischen dreht die 50-Tage-Linie wieder nach oben und könnte bald das Goldene Kreuz formen. Die Relative Stärke nach Levy (RSL) bestätigt mit 1,19 das starke Momentum.
Doch Vorsicht: Der eigentliche Treiber ist reine Übernahmefantasie. Der US-Investor Castlelake hat ein Angebot über 625 Pence je Aktie vorgelegt – rund 24 Prozent über dem letzten Schlusskurs. Es ist bereits die dritte Offerte; zwei frühere über 560 und 600 Pence wies der Verwaltungsrat zurück. Auch das aktuelle Angebot wurde abgelehnt.
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Und genau hier liegt das Risiko: Castlelake hat nur bis zum 26. Juni Zeit, ein verbindliches Angebot vorzulegen oder sich zurückzuziehen. Zieht der Investor zurück, dürfte ein Großteil der Kursfantasie schlagartig verpuffen – die Aktie notiert ohnehin schon unter dem Angebotspreis. Hinzu kommt: Operativ belasten höhere Treibstoffkosten und Reiseunterbrechungen durch Nahost-Konflikte, auf Sicht von zwölf Monaten steht die Aktie deutlich im Minus.
Fazit: Charttechnik und M&A-Fantasie ziehen kurzfristig in eine Richtung. Wer einsteigt, spekuliert aber auf einen Deal-Ausgang, der bis Donnerstag offen ist – ein klares Event-Risiko.
Dies ist keine Anlageberatung. Investitionen in Wertpapiere sind mit Risiken verbunden.